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Matthias Roeper
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Zustimmung, Gleichgültigkeit oder Widerstand – Leben in der NS-Diktatur
Waren die Deutschen nach 1933 ein Volk von Jublern und Ja-Sagern? Die Mehrheit der Deutschen sei von einer Aufbruchstimmung ergriffen worden und habe sich überraschend schnell den neuen Machthabern angeschlossen, so lautet das mittlerweile vorherrschende Urteil über die Jahre ab 1933. Aber war das wirklich so? Dieses Bild der „Zustimmungsdiktatur“ wird durch die Geschichtswissenschaft neuerdings durchaus in Frage gestellt. Auf der Basis vieler tausend zeitgenössischer Berichte der verschiedensten NS-Dienststellen und des sozialistischen Exils entsteht ein Gesamtbild, das deutlich differenzierter daherkommt und zeigt, dass die Unzufriedenheit mit dem Regime in der Bevölkerung viel größer war, als bisher angenommen.
Anhand ausgewählter Quellen soll versucht werden, der Wirklichkeit im NS-Staat näher zu kommen und zu hinterfragen, ob die von den Nationalsozialisten so enthusiastisch beschworene „Volksgemeinschaft“ real oder bloß ein Propagandamythos gewesen ist.