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Vorträge zur Heimatgeschichte
Mikwen und ihre Bedeutung

Die Veranstaltungen in der Reihe „Vorträge zur Heimatgeschichte“ werden gemeinsam von der Historischen Gesellschaft des Werralandes, dem Geschichtsverein Eschwege und der vhs Werra-Meißner durchgeführt.

13. Oktober 2026
Dr. Karl Kollmann referiert über Überlieferungen zu Schlachten in der Region. Ohne Zweifel hat es zu allen Zeiten kriegerische Handlungen auch in unserer Heimat gegeben. Zahlreiche Konflikte wurden nicht in Verhandlungen, sondern mit Gewalt gelöst. Heute üben Schlachtfelder, Belagerungen und andere Grausamkeiten von damals noch immer eine gewisse Faszination auf viele Menschen aus. Flurnamen und mündliche Überlieferungen sollen in diesem Vortrag auf den Prüfstand gestellt werden.

10. November 2026
Roland Gernand nimmt Eschwege im Jahr 1932 in den Blick. Tödliche Schüsse bei einer Demonstration und sechs Monate später eine menschenverachtende Diktatur in Deutschland. Er gibt Einblicke in das Entstehen und Funktionieren eines Staates, in dem das Leben des Einzelnen nicht mehr zählt.

08. Dezember 2026
Dr. Désirée Schostak befasst sich in ihrem Vortrag mit Mikwen und ihrer Bedeutung. Das Gebot des Untertauchens in einem rituellen Bad, Mikwe genannt, hat in der jüdischen Tradition eine zentrale Stellung. Dr. Schostak hat sich mit den vielfältigen Facetten des Brauchs und dem ab etwa 1800 einsetzenden Wandel der Mikwe beschäftigt. Auch in allen jüdischen Gemeinden der Region Werra-Meißner gab es Mikwen, doch ist heute keine mehr im Original vorhanden. Für Abterode konnte mit Hilfe von wiedergefundenen Bauplänen eine virtuelle Rekonstruktion erstellt werden, die mit VR-Brillen erlebbar ist.